Basiswissen in der Krankenversorgung für Flüchtlinge

Veröffentlicht am 02.02.2018
von links: Natalie Wachowski (ZRB Augsburg), Sevinz Zamanov, Atik Faizah Swalha, Adelheid Lex-Schneider (Lehrkraft für Medizinpädagogik), Rebecca Nakabuye, Mayam Suleiman Rashid, Connie Mukisa, Maria Kashinde Kaliba und Stephan Mayer (Notfallsanitäter)

Das Rote Kreuz Landsberg hat in Kooperation mit der zentralen  Rückkehrberatung Südbayern Flüchtlinge in der Krankenversorgung geschult.

Sechs junge Frauen aus Aserbeidschan, Uganda, Somalia, Tansania und dem Kongo haben sich an drei Tagen Basiswissen für die Krankenversorgung angeeignet. Eine große Herausforderung, da die vorhandenen Deutschkenntnisse für die Vermittlung von Fachwissen nur bedingt ausreichend vorhanden waren. Ein bunter Mix aus Englisch, Deutsch, viel Bildmaterial und Dolmetschen unter den Teilnehmerinnen ermöglichte den Zugang zur Theorie: Von der Hygiene, Körperpflege, Ernährung und Krankenbeobachtung über Prävention und Prophylaxen bis hin zur Ersten Hilfe und Versorgung bei Notfällen, ein straffes Programm für den dreitägigen Kurs. Der Dozentin Adelheid Lex-Schneider gelang es, die Zurückhaltung bei den praktischen Übungen in ein interaktives Ausprobieren zu wandeln. Richtig Spaß hatten die Teilnehmerinnen auch am dritten Kurstag mit dem Notfallsanitäter Stephan Mayer beim Anlegen von Verbänden. 

Belohnt wurde das Durchhaltevermögen mit der Übergabe der Zertifikate in englischer und deutscher Sprache. Besonders freuten sich die Teilnehmerinnen über das kleine Starterpaket mit Erste-Hilfe-Material und Pflegeutensilien für den ersten Einsatz.

Mit dem vermittelten Basiswissen können die Flüchtlinge in ihrem jeweiligen Heimatland in Krankenstationen, bei Ärzten oder den weniger gut versorgten ländlichen Regionen als Ersthelfer wertvolle Arbeit leisten. Mit diesem Basiskurs sind die Flüchtlinge auch in Deutschland in Senioren- und Pflegeheimen für die Mitarbeit befähigt.

 

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